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Zum 150jährigen Bestehen stand das Festzelt in den Aaseewiesen. Es war ein großes Zelt und doch zu klein um alle Besucher zu fassen. Das Programm zog sich über vier Tage hin. Die Schützen wurden gefordert, waren aber trotzdem zu Stelle, denn es galt ja auch dieses Jubiläum würdig in die Vereinsgeschichte eingehen zu lassen. Für jeden wurde etwas geboten. Man konnte sagen, fast alle Pluggendorfer fanden sich ein. An dieser Stelle sollte man einmal an Karl Schäfer erinnern, dessen "flüssige Marschverpflegung" kaum ausging. An seiner alten Wirkungsstätte an der Geiststraße stellte man sich dann auch jeweils am Montag ein. Dann ging es ein zweites Mal im festlichen Umzug zum Schützenzelt, denn der Ball am Abend lief unter dem Motto "Schützenball". Zum Ausklang, dem Dienstag, war man dann noch einmal mit der gesamten Familie zur Stelle. So mancher war aber recht müde geworden.

Auch sonst gab es viele Höhepunkte im Laufe eines Jahres, obwohl der allmähliche wirtschaftliche Aufschwung und zunehmend mehr Freizeit sich fühlbar auf das Vereinsleben auszuwirken drohte. Viele auf andere Interessengebieten und Interessenlagen gegründete Vereine zogen breite Gruppen der münsterschen Bürger an sich. Dieses bedeutete wiederum einen Verzicht auf das erwartete und notwendige generationsbedingte Auffüllen der so wichtigen Mitgliederzahlen. Zu beklagen war zudem die aufkommende Ideenlosigkeit vielen Gruppen und Vereine, die ihre Aktionen und Festlichkeiten in der Nachahmung eines Schützenfestes vollzogen und so dem "traditionellen Schützenfest" Abbruch taten.

Attraktiv bleibt für viele Besucher eines Schützenfestes das Vogelschießen. Zugegeben, sportlicher ist schon die Ermittlung des neuen Regenten durch ein Scheibenschießen. Doch nicht umsonst hängen die meisten Schützenvereine an dem Brauch, den Vogel während des vorhergehenden Unzuges zu zeigen, um ihn dann mit "viel Zeremonie" abzuschießen. Das Herunterfallen des Vogels ist ein sichtbares Zeichen der Königsermittlung und löst immer eine große Freunde aus.

Fand das Schießen anfangs in der Nähe des Schützenzeltes in den Aassewiesen statt, so musste man sich zwangsläufig bald anders orientieren. Denn neue Auflagen zur Sicherheit und die Umgestaltung der Aaseeanlagen ließen die Feier in der bisherigen Form nicht mehr zu. Gute Voraussetzungen zur Durchführung des Königsschießens bot das nicht unweit von bisheriger Stelle gelegene "Feldschlösschen", das auch über einen guten Schießstand verfügte. Dazu war man auch froh, ganz in der Nähe Pluggendorfs geblieben zu sein. Man konnte so auch in gewohnter Weise den Festumzug hier beenden. Auch war wichtig, dass die interessierten Bürger des eigenen "Viertels" noch zu Fuß den Festplatz erreichen konnten. Doch dies währte nur einige Jahre, sodass man sich zwangsläufig wieder neu orientieren musste. Die Wahl fiel auf "Lohmann", der schönen Ausflugsgaststätte mit dem herrlichen - unter Kastanien gelegenen - Biergarten in Mecklenbeck. Bei dem jungen Gastwirte-Ehepaar fühlten die Schützen sich sehr wohl. Doch der Weg dorthin war leider zu weit.

Man suchte und fand ein neues Zuhaus.

Seit einigen Jahren ist man nun in der Gaststätte "Zum Kinderbach" in Gievenbeck. Die Proklamation des Königs erfolgte allerdings immer im heimatlichen Pluggendorf. Man möchte ja auch gerne das neue Königspaar innerhalb der gesamten Schützenfamilie sehen und feiern können.

Hervorragende Bestandteile eines jeden Jahres sind die Festbälle - Winterball und Königsball. Diese wurden nach dem Krieg, da der alte Schützenhof nicht mehr zur Verfügung stand, wechselweise mal im "Weißen Saal" der Halle Münsterland oder im Saal des "Zwei-Löwen-Club" am Kanonengraben, jedoch wegen des größeren Platzangebotes auch im "Lindenhof-Saal" an der Promenade durchgeführt.

Manches blieb wie eh und je, doch nun kam hinzu, sich sozialen Gegebenheiten verpflichtend zu stellen. Hier sei an dieser Stelle der viele Jahre als Vorsitzende tätige Ludwig Schulze-Erdel genannt. Er, der das Amt von Horst Brink im Jahre 1975 übernahm, setzte Maßstäbe, denn nichts war ihm zu viel. Dies war dann auch der Grund, das er den Vorsitz der Gesellschaft 1981 zurückgab, um sich noch mehr für ein lohnendes Arbeitsfeld, der Altenbetreuung (SKA), einzusetzen. Viele Verdienste für die Schützengesellschaft und für die Altenbetreuung wurden letztendlich auch in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt. An der Verleihungszeremonie duften auch viele Schützenbrüder teilnehmen. Ludwig Schulze-Erdel wurde Ehrenoberst. Sein Nachfolger Hermann Fischer setzte neue Akzente.

Am Alten festzuhalten, ist den Schützen in vielen Dingen gelegen. Im Schützenverein zu sein, ist fast ausschließlich Männersache; doch wenn sie feiern, sind die Schützen nur ungern unter sich. Aber so ganz konservativ ist man in der Pluggendorfer Schützengesellschaft nun doch nicht mehr. So hat man sich im Jahre 1984 sehr fortschrittlich geeinigt, denn die Frauen konnten jetzt lt. Statut passive Vereinsmitglieder werden.

Im Jahre 1983 gründete sich der Verband der Schützenvereine und Schützenbruderschaften der Stadt Münster. Wir gehörten von Anfang an dazu.

1984 war auch das Gründungsjahr der ersten (neuzeitlichen) Schießriege. Es schlossen sich 13 Schützen zusammen um den Schießsport zu betreiben. In der Gaststätte "Kinderbach" wurden Schießbahnen angemietet, seit 1992 wird regelmäßig ein Schießriegenkönig ermittelt.