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Das Jahr 1910 wurde zum wirklichen Jubeljahr. Der Verein war sehr stolz, trotz zurückliegender, oft schwieriger Zeiten das 100jährige Bestehen feiern zu können. Für dieses Ereignis hatte man sich schon lange vorher bescheiden gegeben, um alles würdig auszustatten. Dadurch standen 1.400 Mk. zur Verfügung. Man beschloss, von diesem Geld eine neue Fahne zum Preis von 550 Mk. anzuschaffen. Der Betrag wurde "glatt bezahlt" wurde dazu stolz festgestellt. Die Damen stifteten ein Fahnenband und der damalige Vorsitzende Wilhelm Hakenes eine kostbare Gedenkmünze.  Der notwenige schmucke Fahnenschrank - eine sehr schöne handwerkliche Arbeit - wurde von den Handwerksmeistern, die Mitglieder waren, gestiftet.

Der Vorstand im Jubeljahr hielt alles in einem mühevoll erarbeiteten Festbuch fest. Ein Buch, das man heute als wertvoll bezeichnen kann. Der Bericht über das Jahrhundert der Vereinsgeschichte und Entwicklung klingt aus mit dem Wunsch:

"Möge die Schützengesellschaft blühen und gedeihen und weitere 100 Jahre ruhmvoll überstehen"

Ein Aufruf, dem sich nachfolgende Generationen verpflichtet fühlten. Sie wachten über die Traditionen, zeigten sich aber dem Zeitgeist entsprechenden Neuerungen nicht verschlossen. Auch dem anderen heimatlichen Brauchtum gab man seine Referenz. Nach 1910, so steht es in der Vereinsgeschichte, beteiligte man sich mit einem Wagen am Karnevalszug.

Im Jahre 1914 wurde zur Schonung der bisherigen Königskette eine zweite Kette zugelegt. Gleichzeitig richtete die Gesellschaft einen Fonds ein und forderte Spenden für eine Glocke für die Antoniuskirche.

Das letzte Schützenfest vor dem 1. Weltkrieg feierte die Schützengesellschaft am 10.7.1914. Danach ruhte zwangsläufig das Vereinsleben für einige Jahre. Auch Schützenbrüder der Pluggendorfer Schützengesellschaft kehrten aus diesem Krieg nicht heim. So ist das Gedenken der Schützen an ihre nicht zurückgekehrten oder vermissten Schützenfreunde ein ehrliches Bekenntnis. Hierzu kommt, sich auch aller anderen Verstorbenen zu erinnern. Die Beteiligung an der Beerdigung von Vereinsmitgliedern war immer groß. Zu der Abordnung gehörten auch die Fahnenoffiziere mit der Vereinsfahne.

Direkt nach dem Krieg am 19.3.1919 wurde eine Jahresversammlung durchgeführt und die Gesellschaft wieder in feste Hände gelegt. Doch die Nachkriegsjahre lasteten auf der Gesellschaft. Jetzt bewährte sich erneut die Brüderlichkeit insbesondere durch die Gründung einer Sterbekasse.

Die schon vor dem Krieg beschlossene Sammlung für die Glocke der Antoniuskirche erbrachte den Betrag von 3.480 RM und wurde 1927 übergeben. Kirche und Verein standen zusammen. Man beteiligte sich auch an der jährlichen Fronleichnamsprozession mit der Vereinsfahne.

Erstmalig im Jahre 1929 wurden richtige Schützenhüte - wie sie von der Form her noch heute getragen werden - eingeführt. Als erfreulich ist auch die Gründung einer Schießriege zu nennen, die sich im Jahre 1933 - schon zwangsläufig - dem "Deutschen Schützenbund" anschloss.